Alles nur von Liebe getragen!
 

 

 

 

 

 



In Liebe zum lieben Gott!


"Wann haben Sie zu unsern lieben Gott gebetet?"

Quellen und Sinn der Ideologien und Religionen

Wie wir wissen, sind Ideologien als auch Religionen seit Anbeginn großer Herrschaftssysteme Machtinstrumente der Herrschenden, mit denen sie das Denken der Menschen in ihren Völker beeinflussen und im Extremfall das Denken eines Volkes in ihrem Sinne nahezu gleichschalten können. Denn mittels Ideologien und Religionen werden den Menschen Denk- und Handlungsmuster aufgezwungen, die ihr Denken und daraus resultierend auch ihr Handeln in die gewünschte Bahn lenken. Bereits die Pharaonen nutzten Schreckensszenerien, um sich die Untertanen geistig gefügig zu machen und zu halten. Daran hat sich bis in die heutige Zeit nichts geändert. Man mag solches als Dummheit empfinden - es ist aber immer noch die Realität.

Man mag die Bilder mit ihren Erklärungen zynisch finden - doch die Wirklichkeit ist in der Regel noch weit zynischer - noch weit mehr von Machtgier geprägt und noch weit rücksichtsloser das Menschenleben verachtend, als man solches bildlich darstellen könnte. Und die Folterknechte sowie deren Herren waren sich durchaus im Klaren, daß die unter Folter erpreßten Aussagen nicht den Tatsachen entsprachen. Um die Wahrheit ging es ihnen auch nie. Für sie war allein die Demonstration ihrer Macht wichtig - die Demonstration der existentiellen Bedrohung: Wer anders denkt und handelt als erwünscht, über den wird das gleiche Urteil ergehen!

Die Methoden sind heute zwar "humaner", aber auch an den Zielen hat sich bis heute nichts geändert. Obwohl man sich seiner Mordtat gegen unschuldige Menschen sehr wohl bewußt war und ist, wurde und wird alles dieses stets unter dem Mantel der Liebe bzw. der Nächstenliebe den Menschen indoktriniert.

Die Staatsmänner von heute haben alle ihren Gustave le Bon gut studiert - und sie wissen daher, daß man die Massen mit den Worten von der "Eroberung von Lebensraum" nicht mehr in den Krieg schicken kann. Die Massen sind sich noch der Erfahrung bewußt, daß es bei diesen Begriffen in Wirklichkeit nicht um ihre Interessen geht. So schrieb Le Bon einst:
  Eine der wichtigsten Aufgaben der Staatsmänner besteht also darin, die Dinge, die die Massen unter ihren alten Bezeichnungen verabscheuen, mit volkstümlichen oder wenigstens bedeutungslosen Namen zu taufen. Die Macht der Worte ist so groß, daß gutgewählte Bezeichnungen genügen, um den Massen die verhaßtesten Dinge annehmbar zu machen. ... Besonders wirkt man auf den einzelnen in der Masse, wenn man sich auf die Gefühle für Ruhm und Ehre, Religion und Vaterland beruft. ... Wie viele Massen haben sich für Überzeugungen und Ideen, die sie kaum verstanden, heldenhaft hinschlachten lassen!

Zu Zeiten von Le Bon waren sicherlich die genannten vier Worte "Ruhm .... Vaterland" unter den Volksmassen noch sehr hoch im Kurs. Doch im vergangenen Jahrhundert haben solche Worte sowie die Religionen stark an Bedeutung verloren - sind zum Teil in Mitteleuropa gar in Verruf geraten. Der Mißerfolg des Tausendjährigen Reiches hat im erheblichen Maße dazu beigetragen. Laufend steigende Kirchenaustrittszahlen und dadurch erfolgte Reduzierung von Sozialdiensten der Kirchen gehören daher schon zum Alltag.

Die Ursache betreffs Kirchenaustritte ist: Die Massenmedien haben sukzessiv die Rolle der Kirchen im Bezug Glauben übernommen - heute dominieren daher mehr jene über die Massenmedien verbreiteten Ideologien. Der Begriff "Vaterland" wurde in den Massenmedien mit negativ-nationalistischem in Verbindung gebracht. Auch hat die Worthülse "Ruhm" für den kleinen Mann nicht mehr einstige Bedeutung; denn als vaterlandsloser Geselle bezeichnet zu werden, wird zunehmend zur einer positiven Bezeichnung.
Mit den genannten Begriffen ist heute also kaum noch Staat zu machen. Andere Phrasen haben aber an Bedeutung gewonnen, weil in allen Massenmedien rund um die Uhr vom "Kampf gegen den Terrorismus", "Verteidigen der Freiheit", "Demokratie", "offene Gesellschaft" usw. gesprochen wird; als sei das erstrebenswert und vorbildlich und man könnten allein mit diesen Phrasen alle Wünsche und Sehnsüchte der Massen erfüllen.

Also benennt man heute die gleiche Absicht: "Ja. Wir verteidigen am Hindukusch in Afghanistan im Kampf gegen den Terrorismus ... unsere Freiheit." Wer denkt denn dabei an die unsäglicher Vergangenheit vor 1945? Wir sehen also auch hier: Die Zeiten haben sich wohl geändert, doch geistigen Zustände sind die gleichen geblieben.

Religionen sowie Ideologien sind gemäß Gustave le Bon nicht voneinander zu trennen - sie sind nur Varianten der selben Geisteshaltung.